Abnehmen: gesund und nachhaltig Gewicht verlieren
Übergewicht und Adipositas nehmen in den westlichen Industrienationen weiter zu und stellen ein zunehmendes Gesundheitsproblem dar. Viele Betroffene fragen sich, welche Ursachen dem zugrunde liegen und wie eine dauerhafte Gewichtsreduktion gelingen kann. Besonders wichtig ist dabei der Abbau des inneren Bauchfetts, da dieses mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Wir beantworten die wichtigsten Fragen und geben Tipps zum gesunden Abnehmen.
Wann spricht man von Übergewicht und Adipositas?
Zu dick, zu dünn, genau richtig: Von der „Traumfigur“ hat jeder Mensch eigene Vorstellungen. Doch die Körperfülle hat auch medizinische Aspekte, Übergewicht und seine Folgeerkrankungen betreffen immer mehr Menschen. Zur ersten Abschätzung, ob Übergewicht vorliegt, wird der Body-Mass-Index (BMI) herangezogen. Der BMI wird anhand einer Formel berechnet, die Körpergröße und Körpergewicht zueinander ins Verhältnis setzt. Probieren Sie es einmal selbst mit dem BMI-Rechner:
BMI = Körpergewicht : (Körpergröße in m)2
Beispiel: 65 kg : (1,70 m x 1,70 m) = 65 : 2,89 = 22,49
(Eine Ausnahme gilt für Sportlerinnen und Sportler, deren BMI aufgrund der Muskelmasse erhöht sein kann, ohne dass Übergewicht vorliegt.)
Ab einem BMI von 30 spricht man von Adipositas. Dieses starke Übergewicht wurde von der WHO im Jahr 2000 als eigenständige Krankheit anerkannt. Zugleich ist Adipositas auch ein bedeutender Risikofaktor für zahlreiche weitere Erkrankungen, zum Beispiel für:
- Typ-2-Diabetes
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall)
- Gelenkerkrankungen
- Schlafapnoe (nächtliche Atemaussetzer)
- Fettleber
- bestimmte Krebsarten
Besonders gefährlich: inneres Bauchfett (Viszerales Fett)
Doch nicht nur die Menge an Körperfett, sondern vor allem dessen Verteilung spielt eine große Rolle als Risikofaktor. Denn besonders problematisch ist das viszerale Fettgewebe (inneres Bauchfett), das sich in der Bauchhöhle zwischen den Organen befindet. Dieses innere Bauchfett produziert Hormone und andere Stoffe mit gesundheitsschädlichen Auswirkungen. Bei einem Fettverteilungsmuster mit hohem Anteil an innerem Bauchfett („Apfeltyp“) ist daher das Erkrankungsrisiko höher, als wenn die Fettdepots hauptsächlich an Beinen, Hüften und Gesäß sitzen („Birnentyp“).
Um die Ausprägung des viszeralen Fettgewebes zu beurteilen, wird der Taillenumfang gemessen.
Richtwert für ein erhöhtes Erkrankungsrisiko:
- über 80 cm bei Frauen
- über 94 cm bei Männern
Ab einem Bauchumfang von 88 cm (Frauen) bzw. 102 cm (Männer) gilt das Risiko als stark erhöht.
Ob Sie zur viszeralen Fetteinlagerung neigen, können Sie bei medivere laborchemisch bestimmen lassen: mit dem Viscera Urintest oder dem Viscera Stuhltest.
Wie lässt sich das gesundheitlich relevante Bauchfett verlieren? Entscheidend ist eine nachhaltige Gewichtsabnahme, da dabei auch das viszerale Fettgewebe zurückgeht. Für einen erfolgreichen und dauerhaften Gewichtsverlust ist es wichtig, die Ursachen des Übergewichts zu kennen.
Welche Ursachen hat Übergewicht?
Körperfett dient dem Körper als Energiespeicher: Es wird aufgebaut, wenn über die Nahrung mehr Energie aufgenommen wird, als der Körper verbraucht. Doch diesem Energieüberschuss können vielfältige Ursachen zugrunde liegen, die sich teilweise auch gegenseitig bedingen:
- Lebensstilfaktoren, dazu zählen Fehlernährung und Bewegungsmangel
- Ständige Verfügbarkeit von Lebensmitteln
- Stress, dieser kann etwa ungesundes Essverhalten begünstigen
- Schlafmangel - Forschungsergebnissen weisen darauf hin, dass Schlafmangel sich auf Hunger- und Sättigungshormone auswirkt, den Appetit steigert und den Stoffwechsel ungünstig beeinflusst, sodass mehr Fett eingelagert wird
- Psychische Erkrankungen, etwa Depressionen oder Essstörungen
- Hormonelle Erkrankungen, etwa Schilddrüsenunterfunktion oder Cushing-Syndrom
- Genetische Faktoren
- Medikamente, z. B. Glukokortikoide oder bestimmte Antidepressiva
- Andere Ursachen, z. B. Immobilisierung oder Schwangerschaft
Endlich abnehmen ist für viele Menschen ein wichtiges Ziel, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder aus persönlicher Motivation. Häufig steht dabei die Ernährung als zentraler Einflussfaktor im Fokus. Doch welche Ernährungsansätze sind tatsächlich wirksam?
Gesund und nachhaltig abnehmen: so geht’s
Ist schnelles Abnehmen durch Diäten sinnvoll?
Schnelles Abnehmen, am besten bis zum nächsten Standurlaub, ist das Versprechen der zahllosen Crash- oder Blitz-Diäten. Eine zeitlich begrenzte, oft radikale Ernährungsumstellung soll die Kilos sprichwörtlich purzeln lassen. Doch funktioniert das wirklich?
Grundsätzlich wird Körperfett nur dann reduziert, wenn der Körper mehr Energie (gemessen in Kalorien) verbraucht, als er aufnimmt, also ein Kaloriendefizit vorliegt. Dann muss sich der Körper bei den eigenen Fettreserven bedienen, um seinen Energiebedarf zu decken. Crash-Diäten arbeiten mit einem sehr großen Kaloriendefizit, indem die Nahrungsmittelauswahl enorm eingeschränkt und/oder die Nahrungsmenge extrem reduziert wird. So sollen beispielsweise während der Ananas- oder Kohlsuppendiät fast ausschließlich die namensgebenden Lebensmittel verzehrt werden. Zwar macht sich bei solch einer strengen und einseitigen Diät oft schnell ein Gewichtsverlust bemerkbar. Doch der ist in den ersten Tagen hauptsächlich auf einen Wasser-, nicht auf einen Fettverlust zurückzuführen; später dann nicht nur auf den Verlust von Fett, sondern auch von Muskelmasse. Der kurzzeitige Erfolg tritt also nur zum Teil ein und hat negative Nebenwirkungen.
Doch das größte Problem lauert nach der Diät, wenn Betroffene in der Regel wieder zu ihrer zuvor praktizierten Ernährungsweise zurückkehren. Denn diese trifft nun auf einen reduzierten Energiebedarf: Auf ein heftiges Kaloriendefizit während einer Kurzzeit-Diät reagiert der Körper evolutionär bedingt, indem er den Stoffwechsel in eine Art Energiesparmodus versetzt, der auch nach Ende der Diät noch anhält. Das sorgt dafür, dass bei vielen Menschen nach einer Diät das ursprüngliche Gewicht schnell wieder erreicht ist oder sogar übertroffen wird.
Um diesen sogenannten Jo-Jo-Effekt zu vermeiden, raten Experten zu einer langsamen Gewichtsabnahme mit moderatem Kaloriendefizit (ca. 500 kcal/Tag). Damit der einmal erreichte Erfolg auch gehalten wird, sollte dauerhaft eine gesunde Ernährung mit angepasstem Kaloriengehalt etabliert werden. Wie kann eine solche Ernährung aussehen?
Lecker, vielfältig und gesund: die mediterrane Küche
Sie wird auch „Mittelmeer-Diät“ genannt. Doch eigentlich handelt es sich nicht um eine kurzzeitige Diät, sondern um eine langfristige Ernährungsweise, die von der traditionellen Küche der Mittelmeerregion inspiriert ist. Diese Ernährung ist schmackhaft und vielseitig, kann leicht kalorienarm gestaltet werden und bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile, weswegen sie auch von Medizinern, wie Kardiologen, empfohlen wird. Wesentliche Merkmale der mediterranen Küche sind:
- Vollkorn- statt Weißmehl-Produkte. Vollkorn-Brot oder Vollkorn-Nudeln enthalten wertvolle Ballaststoffe, welche zur Vorbeugung von Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf- und bestimmter Krebs-Erkrankungen beitragen und für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen, was beim Abnehmen hilfreich ist.
- Viel Gemüse und Obst. Nicht umsonst empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Gemüse und Obst als größten Ernährungsbaustein. Denn diese Lebensmittel enthalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe, Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Zudem sorgt der hohe Wasser- und geringe Fettgehalt dafür, dass trotz vollem Magen nur wenig Kalorien aufgenommen werden, das gilt besonders für Gemüse.
- Wenig tierische Fette, dafür gesunde pflanzliche Öle. Fleisch- und Milchprodukte enthalten teilweise hohe Fettmengen. Dies führt nicht nur zu einer erhöhten Kalorienaufnahme, auch die Zusammensetzung tierischer Fette ist aus gesundheitlicher Sicht ungünstig. Sie bestehen hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren, die das LDL-Cholesterin und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können. Dagegen enthalten viele pflanzliche Öle, etwa Oliven- und Rapsöl, einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren, was sich günstig auf die Cholesterinwerte auswirkt. Auf diese wertvollen Öle setzt die mediterrane Küche. Gerade wenn Abnehmen das Ziel ist, sollten Fette wegen des hohen Kaloriengehalts dennoch sparsam eingesetzt werden, beispielsweise, indem Lebensmittel durch Dünsten oder Dämpfen statt durch Braten und Frittieren gegart werden.
- Weniger Fleisch und Wurst, dafür mehr Hülsenfrüchte und Fisch. Unter anderem aufgrund der Zusammensetzung tierischer Fette ist es sinnvoll, Fleisch- und Wurst nur in Maßen zu konsumieren. Fisch ist eine alternative Proteinquelle, die wertvolle ungesättigte Omega-3-Fettsäuren (im Fall von fettreichem Kaltwasserfisch, wie Lachs, Makrele, Hering) und viel Jod (vor allem fettarme Seefische, wie Kabeljau) liefert. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Erbsen oder Kichererbsen enthalten viele Proteine, Ballaststoffe und Mineralstoffe und sind gleichzeitig fettarm.
- Salz und Zucker so wenig wie möglich. Zucker liefert viele Kalorien und kann durch seine appetitfördernde Wirkung eine Gewichtsreduktion erschweren. Salz kann sich hingegen ungünstig auf den Blutdruck auswirken. Kräuter und Gewürze bieten eine geschmackvolle Alternative und ermöglichen eine aromatische Zubereitung auch bei reduziertem Salzeinsatz.
Helfen Low-Carb, Trennkost & Co. beim Abnehmen?
Es gibt noch weitere Ernährungskonzepte, die mit dem Ziel einer Gewichtsreduktion umgesetzt werden, manche davon sind auch mit der mediterranen Küche kombinierbar. Doch helfen sie tatsächlich beim Abnehmen? Wir stellen populäre Konzepte vor.
Low-Carb
Low-Carb bezeichnet eine Ernährung mit stark reduziertem Anteil von Kohlenhydraten, der bevorzugten Energiequelle des Körpers. Die dahinterstehende Annahme ist die, dass der Körper sich so auf die Gewinnung von Energie aus Fettsäuren umstellt und auch vermehrt auf körpereigenes Fett zurückgreift. Zudem soll der Blutzuckerspiegel durch die geringe Kohlenhydratzufuhr weniger stark ansteigen und Heißhungerattacken so vorgebeugt werden.
In Studien zeigte sich Low-Carb beim Abnehmen zwar als hilfreich, jedoch nicht mehr oder weniger als eine fettreduzierte („Low-Fat“) Ernährung. Der wesentliche Faktor für den Erfolg beim Abnehmen scheint eher zu sein, dass man sich intensiv mit der eigenen Ernährung auseinandersetzt und die Gesamtkalorienzufuhr reduziert.
Trennkost / „Schlank im Schlaf“
Bei der klassischen Trennkost sollen protein- und kohlenhydratreiche Lebensmittel zeitlich getrennt verzehrt werden. Die sogenannte Insulin-Trennkost oder „Schlank-im-Schlaf-Diät“ verbindet Trennkost- und Low-Carb-Elemente: Sie schreibt drei feste Mahlzeiten pro Tag vor und verschiebt die Kohlenhydrat-Aufnahme auf den Morgen, während das Abendessen möglichst kohlenhydratfrei und proteinreich ausfallen soll. Dadurch soll abends die Insulin-Ausschüttung niedrig gehalten und eine Fettverbrennung während der Nacht gefördert werden.
Aus der Forschung gibt es bislang allerdings keine Nachweise dafür, dass eine zeitliche Trennung der Lebensmittelgruppen bzw. das Schlank-im-Schlaf-Konzept beim Abnehmen helfen. Zudem ergänzen sich einzelne Nährstoffe teilweise in positiver Weise, sodass deren gemeinsame Aufnahme sinnvoll ist.
Intervallfasten
Auch intermittierendes Fasten genannt. Hierbei wird die Kalorienzufuhr zeitweilig vollständig oder zu einem großen Teil ausgesetzt, es wird also für mehrere Stunden am Tag oder an mehreren Tagen pro Woche gefastet. Im Gegensatz zum Heilfasten ist das Intervallfasten auf eine langfristige Anwendung ausgelegt. Die bisherige Forschung am Menschen deutet darauf hin, dass eine Kalorienreduktion durch Intervallfasten tatsächlich zum Gewichtsverlust führen kann, dass dieser allerdings nicht größer ausfällt als bei einer kontinuierlichen, also nicht zeitlich getakteten Einschränkung der Kalorienzufuhr.
ICH-nehme-ab
Ein Programm der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, das auf langsames, dafür langfristiges Abnehmen abzielt. In zwölf Schritten werden Kenntnisse über gesunde Ernährung vermittelt und eigene Handlungsstrategien entwickelt, um nach und nach einen gesünderen Lebensstil mit bewusster Ernährung, mehr Bewegung und Entspannung umzusetzen. Das Programm bietet Hilfe zur Selbsthilfe. ICH-nehme-ab richtet sich an Menschen mit leichtem bis mäßigem Übergewicht und kann allein oder in professionell angeleiteten Gruppenkursen umgesetzt werden.
Apfelessig als Abnehmhelfer?
Apfelessig ist ein Trend, der sich in jüngerer Zeit gerade in den sozialen Medien rasant verbreitet hat. Ihm werden verschiedene gesundheitlich vorteilhafte Effekte nachgesagt, unter anderem auf den Blutzuckerspiegel. Auch beim Abnehmen soll er helfen: Zwei Teelöffel Apfelessig am Morgen oder vor einer Mahlzeit sollen dafür sorgen, dass der Gewichtsverlust besser klappt. Ob das jedoch wirklich funktioniert, ist umstritten, denn ausreichende wissenschaftliche Belege gibt es dazu bislang nicht.
Wichtig ist, Apfelessig nicht pur, sondern in einem Glas Wasser verdünnt einzunehmen, da die Säure Schleimhäute und Zähne angreift.
Elf Tipps für erfolgreiches Abnehmen
Welche zusätzlichen Schritte können Sie zur Verbesserung der Ernährung und zur Unterstützung des Gewichtsverlusts unternehmen? Die folgenden elf Empfehlungen geben eine strukturierte Übersicht.
- Ein Ernährungstagebuch führen. Können Sie noch gar nicht so genau sagen, wovon Sie wieviel essen und wo es in Ihrer Ernährung Optimierungsbedarf gibt? Führen Sie mindestens eine Woche lang ein Ernährungstagebuch, in dem Sie detailliert protokollieren, was Sie im Laufe des Tages in welcher Situation verzehren. So erhalten Sie einen Überblick über Ihre Nahrungsaufnahme und erkennen Zusammenhänge beispielsweise zwischen Stimmungslage und Essverhalten. Eine gute Ausgangssituation, um gezielte Veränderungen zu planen.
- Einkaufsliste gegen Impulskäufe. Viele kennen es: An der Supermarktkasse ist der Einkaufswagen doch wieder voller als geplant, auch mit ungesunden kalorienreichen Lebensmitteln. Eine Strategie, diesem Mechanismus entgegenzutreten, kann das Einkaufen strikt nach Einkaufsliste sein. So fällt es leichter, kalorienreiche Lebensmittel zu umgehen oder die entsprechenden Regale im Supermarkt gezielt zu meiden.
- Bei Getränken Kalorien sparen. Softdrinks und Fruchtsäfte weisen einen hohen Zuckergehalt auf und führen zu einer raschen Aufnahme erheblicher Kalorienmengen, ohne einen Sättigungseffekt zu erzielen. Und inwieweit Süßstoffe in „Light“-Getränken beim Abnehmen hilfreich sind, ist nach derzeitiger Studienlage noch nicht eindeutig geklärt. Setzen Sie also lieber auf Wasser oder ungesüßten Tee und entwöhnen Sie sich langfristig vom (über)süßen Geschmack.
- Auf Alkohol verzichten. Alkohol ist nicht nur ein Zellgift, bei dem es keine risikofreie Konsummenge gibt, er ist zusätzlich auch ein bedeutender Energielieferant. Ein Gramm reiner Alkohol liefert 7 kcal, fast so viel wie Fett (9 kcal) und deutlich mehr als Kohlenhydrate oder Protein (beide 4 kcal). Je hochprozentiger, desto hochkalorischer.
- Bei Heißhunger erstmal trinken. Das Trinken von Wasser kann dazu beitragen, das Hungergefühl zu dämpfen. Denn ein großes Glas Wasser dehnt den Magen beträchtlich, das kann zumindest kurzfristig für einen reduzierten Appetit sorgen. Achten Sie auch generell auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von mindestens 1,5 Litern am Tag.
- Bei Milchprodukten auf den Fettgehalt achten. Hier gibt es häufig die Wahl zwischen verschiedenen Fettstufen, etwa bei Milch, Joghurt oder Quark. Auch Käse wird fettreduziert angeboten. „Light-Varianten“ gibt es auch bei vielen anderen Lebensmittelgruppen, doch Vorsicht: „Light“ bedeutet nicht unbedingt kalorienarm. Manchmal gleichen Hersteller beispielsweise einen niedrigeren Fettgehalt durch einen höheren Zuckergehalt aus. Daher empfiehlt sich immer ein prüfender Blick auf die Nährwertangaben.
- So oft wie möglich selbst kochen. Beim Selbstkochen kann die Menge an Fett, Zucker und Salz bewusst kontrolliert werden. Dadurch weisen selbst zubereitete Mahlzeiten im Vergleich zu Fertiggerichten oft einen günstigeren Kalorien- und Nährstoffgehalt auf und schmecken in der Regel sogar besser.
- Achtsam essen. Mahlzeiten und Snacks werden im Alltag häufig nebenbei konsumiert, während die Aufmerksamkeit anderen Tätigkeiten wie Fernsehen, Smartphone-Nutzung oder gedanklichem Abschweifen bzw. Grübeln gilt. Achtsames Essen zielt darauf ab, die Aufmerksamkeit ohne konkurrierende Reize vollständig auf die sensorische Wahrnehmung während der Nahrungsaufnahme zu richten, so z. B. auf Geschmack, Geruch, Aussehen, Konsistenz, aber auch Stimmung, Hunger, Sättigung. Legen Sie zwischendurch auch mal das Besteck aus der Hand oder machen Sie nach der Hälfte der Portion eine kleine Pause. Das hilft, insgesamt langsamer zu essen, und gibt Gelegenheit, ein Sättigungsgefühl zu entwickeln und ganz bewusst wahrzunehmen.
- Gesunde Snacks entdecken. Kartoffelchips und Erdnussflips zählen zu den sehr energiereichen Snacks. Deutlich energieärmere Snack-Alternativen sind beispielsweise Karotten-, Paprika- oder Gurkenstreifen mit fettarmem Knoblauch- oder Kräuterquark. Wenn es süß sein soll, greifen Sie zu frischem Obst. Selbst sehr süße Obstsorten wie Kaki, Mango oder Weintrauben sind deutlich kalorienärmer und gesünder als Schokolade oder Gummibärchen.
- Soziale Unterstützung suchen. Wie so vieles klappt auch Abnehmen gemeinsam oft besser: Gegenseitige Unterstützung und Motivation können helfen, langfristig Verhaltensänderungen aufrechtzuerhalten. Wenn möglich, können Familienmitglieder oder Freunde einbezogen werden, die ähnliche Ziele verfolgen, etwa durch gemeinsames Kochen oder gemeinsame körperliche Aktivität. Darüber hinaus stehen zahlreiche Selbsthilfegruppen für Menschen mit Übergewicht oder Adipositas zur Verfügung.
- Von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Ausrutscher können passieren, die Frage ist, was wir daraus machen. Wenn Sie dem Heißhunger doch einmal nachgegeben haben, lassen Sie sich davon keinesfalls entmutigen. Nutzen Sie die Gelegenheit stattdessen zur Selbstreflektion: Wie kam es zu dem Rückschlag und was können Sie tun, wenn diese Situation noch einmal auftritt? So wappnen Sie sich fürs nächste Mal und verbessern nach und nach Ihre Strategien, um Ihr Ziel, langfristig abzunehmen, zu erreichen.
Mit welchen sonstigen Maßnahmen kann man das Abnehmen unterstützen?
Eine gesunde Ernährung ist essenziell, um langfristig ein gesundes Körpergewicht zu erhalten. Doch es gibt noch mehr Faktoren, die beim Abnehmen eine Rolle spielen:
Ausreichend Bewegung
Bewegung ist ein wichtiger Baustein des Gewichtsmanagements: Wer Sport treibt, dem fällt es leichter, ein einmal reduziertes Gewicht auch zu halten. Aber: Nur allein durch Sport abzunehmen, ist sehr schwierig, die Ernährung spielt beim Abnehmen die größere Rolle. In Kombination mit einer angepassten Ernährung ist Sport allerdings eine wertvolle Unterstützung beim Abnehmen. Vergessen Sie auch nicht, dass regelmäßige Bewegung sich auch positiv auf Herz-Kreislauf-System, Bewegungsapparat und Psyche auswirkt!
Stressmanagement
Stress ist ein Treiber für Übergewicht: Er begünstigt vor allem ungesunde Ernährungsmuster wie schnelles Nebenbei-Essen und Appetit auf kalorienreiche Nahrungsmittel. Wenn Sie merken, dass Alltagsstress Ihnen beim Abnehmen im Weg steht, gehen Sie diesen Punkt ganz gezielt an. Besonders wirksam beim Stressabbau sind Sport und Bewegung. Auch gezielte Entspannungspausen, Achtsamkeitsübungen und ausreichender Schlaf können helfen, den Stresspegel herunterzuregulieren.
Genügend erholsamer Schlaf
Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Schlafmangel Gewichtszunahme begünstigt. Ausreichend langer und guter Schlaf ist demnach auch beim Abnehmen wichtig. Falls Sie schlecht schlafen, verbessern Sie Ihren Schlaf durch Stressabbau, Sport, Alkohol- und Koffeinverzicht und Maßnahmen der Schlafhygiene; Tipps dazu finden Sie auch in unserem Artikel über Melatonin & Schlaf.
Wenn nötig: Professionelle und medizinische Hilfe
Trotz der zahlreichen beeinflussbaren Faktoren, die das Abnehmen unterstützen können, gibt es Fälle, in denen eine Gewichtsreduktion ohne professionelle oder medizinische Unterstützung nicht gelingt. Denn der menschliche Körper ist evolutionär darauf ausgerichtet, einer Gewichtsabnahme entgegenzuwirken. Anlaufstellen für Menschen mit Übergewicht bzw. Adipositas sind neben der eigenen Hausarztpraxis beispielsweise Schwerpunktpraxen für Ernährungsmedizin (https://www.bdem.de/patienten/schwerpunktpraxen/) und Adipositaszentren in Kliniken. Eine Liste von Therapieeinrichtungen findet man zum Beispiel bei der Deutschen Adipositas-Gesellschaft https://adipositas-gesellschaft.de/dag/therapieeinrichtunge.
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